Antrag zur Kreistagssitzung am 14.12.2016
Wir bekennen uns zur Energiewende, erinnern aber daran, dass Lasten und Nutzen gleichmäßig verteilt werden sollen. Thüringen hat bereits mit einer Starkstromtrasse („Suedostlink“) sein Soll für die Energiewende erfüllt.
Der Eindruck drängt sich auf, dass Thüringen Ausweichstrecke werden soll, nachdem sich in Hessen und Niedersachsen der Widerstand gegen das Projekt „Suedlink“ organisiert hat. Thüringen selbst hat keinerlei Vorteile. Der Strom wird ohn Abzweig oder Konzessionsabgabe durchgeleitet. An den Kosten aber werden auch unsere Verbraucher wieder beteiligt, die bundesweit schon verhältnismäßig hohe Energiepreise zahlen.
Die Risisken von über lange Strecken und nahe an Wohnbebauung verlegter Hochspannungserdverkabelung sind nicht langzeiterprobt.

Wir fordern daher:
1. Der Kreistag des Wartburgkreises spricht sich gegen einen Trassenverlauf der Starkstromtrasse „Suedlink“ durch Westthüringen aus.
2. Wir fordern die Landesregierung und den Thüringer Landkreistag dazu auf, gemeinsam öffentlich öffentlich Stellung zu beziehen, rechtliche Schritte einzuleiten und ihren Einfluss auf Bundesebene geltend zu machen, um die Variante durch Thüringen zu stoppen, noch vevor es zum Planfeststellungsverfahren kommmt.
3. An den Bundestag und seine Mitglieder senden wir den Apell, maßvoll und fair bei der Umsetzung der Energiewende vorzugehen.
4. Der Landrat wird beauftragt, den Beschluss kurzfristig umzusetzen.

SPD Wartburgkreis
Jürgen Holland-Nell

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