Die Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform in Thüringen ist lange überfällig. Der SPD Kreisverband des Wartburgkreises unterstützt die Anstrengungen der Thüringer Landesregierung, diese wichtige Reform endlich anzugehen und in die Realität umzusetzen. Viel zu viel Zeit ist nach diversen Enquete-, Experten- und Regierungskommissionen verstrichen. Daher ist es auch erfreulich, dass im Entwurf der Karte für eine Kreisgebietsreform die Wartburgregion erhalten bleiben soll.
Weiterhin sprechen gewichtige Gründe auch für eine Fusion des Landkreises Schmalkalden-Meiningen mit dem Wartburgkreis und der Stadt Eisenach.
Bereits jetzt gibt es neben einer engen wirtschaftlichen Verflechtung auch in kultureller Hinsicht enge Verbindungen durch die gemeinsame Kulturstiftung „Meiningen-Eisenach“ als Träger des „Südthüringischen Staatstheaters Meiningen“ und des „Landestheaters Eisenach“. Die touristische Entwicklung der Thüringer Rhön sollte zukünftig durch den Verzicht auf eine Landkreisgrenze einen Schub erhalten, da diese Tourismusregion im Vergleich zu anderen mehr und mehr ins Hintertreffen zu geraten droht und zusätzliche Impulse benötigt. Ein Zusammengehen ist auch aus der Sicht des Werratal- und insbesondere des Reformationstourismus vom Vorteil, da hierdurch die gute Zusammenarbeit zwischen den bedeutenden Reformationsstädten Eisenach und Schmalkalden noch intensiver gestaltet werden kann.
Auch die verkehrliche Anbindung zwischen den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und dem Wartburgkreis sowie der Stadt Eisenach ist insbesondere durch die Verkehrsachse B19 gewährleistet und wird durch deren weiteren Ausbau zukünftig noch verbessert. „Die beiden Landkreise und die Wartburgstadt Eisenach haben sich außerdem seit einigen Monaten auf den Weg gemacht, eine gemeinsame Wirtschaftsregion zu entwickeln und bereiten auf Grundlage einer Förderung durch den Freistaat Thüringen ein entsprechendes Regionalbudget vor“ so Kreisvorsitzender Jürgen Holland-Nell.
Auch auf anderen Gebieten ergeben sich mehr Synergieeffekte durch ein Zusammengehen des Wartburgkreises, der kreisfreien Stadt Eisenach und des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, was sich an bereits jetzt vorhandenen kreisübergreifenden Institutionen wie der Technologie- Gründungs- und Fördergesellschaft Schmalkalden-Dermbach, der VR-Bank Bad Salzungen-Schmalkalden, der Diakonie Bad Salzungen-Schmalkalden, dem Energieversorger „Werra-Energie“ etc. sehr deutlich nachvollziehen lässt. Auch die Potentiale für die Sicherung öffentlich-rechtlicher Krankenhäuser (Bad-Salzungen, Schmalkalden, Eisenach) ist in dieser Variante sehr hoch zu bewerten.

Holland-Nell
SPD Kreisvorsitzender Wartburgkreis

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