SPD Kreistagsmitglied Martina Zentgraf-Christ aus Empfertshausen fordert in einem Brief an Landrat Krebs und den Beigeordneten des Wartburgkreises, Herrn Rosenstengel, die Schließung der Spielplätze im Wartburgkreis zu überdenken.

Martina Zentgraf-Christ, SPD-Kreistagsmitglied

“Mit entsprechenden Hygienekonzepten in den Kommunen muss darüber nachgedacht werden, Spielplätze für die Kinder im Wartburgkreis zeitnah wieder öffnen zu können. Viele Eltern zu denen man Kontakt hat und auch wir als Familie würden es begrüßen, wenn eine entsprechende Verordnung des Wartburgkreises dieses Anliegen in der nächsten Zeit regeln könnte. Es ist auch Allen bewusst, dass dies vorerst nur mit den geltenden Abstands- und Hygieneregeln und unter strengen Auflagen für die Kommunen passieren kann. Es wäre aber für unsere Kinder in den Städten und Gemeinden des Wartburgkreises ein guter Schritt, wieder ein Stück weit etwas Normalität zu bekommen. Die Entbehrungen sind bedingt durch Homeschooling und ohne Kindergartenregelbetrieb sehr groß geworden, wenngleich man auch die Gründe nachvollziehen möchte, die zu diesen Entscheidungen des Bundes und des Landes Thüringen geführt haben – und natürlich sind die überfüllten Intensivstationen definitiv driftige Gründe. Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn es zu dem Thema Spielplätze demnächst eine Lösung geben wird. Erinnern möchte ich in diesem Zusammenhang auch an die Jugendlichen, die es derzeit auch hart trifft. Ich freue mich schon jetzt auf eine Rückmeldung des Landratsamtes zu meinem Schreiben.”

Der Leserbrief dazu im Wortlaut:

“Ja, es tut schon sehr weh, wenn man am Spielplatz in Empfertshausen oder auch an den Spielplätzen in der Umgebung vorbeifährt und das rote Absperrband sieht oder auch die Verbotsschilder, die Coronabedingt vor den Spielplätzen angebracht wurden. Da kann einem schon das Herz bluten, wenngleich man auch die Beweggründe verstehen möchte, die zu diesen Entscheidungen geführt haben. Ich bin aber sehr froh, dass dieses Thema hier angesprochen wurde, um sich in in absehbarer Zeit Gedanken zu machen, ob gewisse Hygienevorschriften und deren Einhaltung, wieder zu Spielplatzöffnungen in den Kommunen des Wartburgkreises führen könnten. Es wird halt sicherlich nicht leicht, für einzelne Kommunen diese Konzepte auch umzusetzen und zu überwachen. Aber persönlich würde ich mir das wünschen und ich weiß auch, dass sich das viele Familien in unserem Umfeld wünschen, denn auch Familien tauschen sich über WhatsApp aus- und das Kinder andere Kinder und regelmäßige Bewegung brauchen, steht dabei außer Frage. Natürlich weiß man auch auf der anderen Seite, wie ernst die Coronalage im Umkreis derzeit ist. Daher wünsche ich mir vorerst auch Tipps und Vorschläge, was Familien in dieser Zeit unternehmen können, ohne dass gegen Auflagen und Regeln dabei verstoßen werden muss. Ich denke hierbei zum Beispiel an den Feldatalradweg, den Ulstertalradweg, die Drachenschlucht in Eisenach, das grüne Band entlang der ehemaligen Grenze. Aber der Wunsch und die Sehnsucht nach Spielplatzöffnungen bleibt, natürlich am meisten bei den Kindern.”

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