Der schlechte Straßenzustand der Landstraße 3250 zwischen Gerstungen und Berka/Werra gehört bald der Vergangenheit an. Der Fahrbahnzustand war zuletzt nicht mehr tragbar, Schlagloch reihte sich an Schlagloch. Nach vierwöchiger Vollsperrung steht die Sanierung nun vor dem Abschluss. Die leidgeprägten Autofahrer warten, nicht zuletzt wegen der Vollsperrung und Umleitungen, auf die Eröffnung. Auch die Bürger aus Berka/Werra und Umgebung können aufatmen. Die letzten Wochen strapazierten die umgeleiteten Fahrzeuge zunehmend die Nerven der Bewohner.

Die seit 70 Jahren nur noch sporadisch ausgebesserte Allee war laut dem hessischen SPD-Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke „eine Zumutung für die Verkehrsteilnehmer“. Die Schlaglöcher provozierten zunehmend auch Schäden an den Fahrzeugen. Seit der Wiedervereinigung wurde die Verbindungsstraße zwischen Gerstungen und Berka/Werra nicht mehr grundhaft saniert. Die Allee ist nicht nur eine wichtige Anbindung für die Bewohner der Thüringer Gemeinden, sie ist auch ein wichtiger Anschluss an die A 4.


Daumen hoch! Zusammen mit den Anwohnern freuen sich auch die hessischen Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke und Dieter Franz sowie Gerstungens Bürgermeisterin Silvia Hartung, Berka/Werras Rathauschef Rene Weisheit und der Kreis-SPD-Chef Maik Klotzbach. Foto: Willy Weyhrauch

Die Sanierung der hessischen Landstraße wurde durch den gemeinsamen länderübergreifenden Einsatz über viele Jahre erkämpft.

Nachdem Maik Klotzbach, Kreisvorsitzender der SPD Wartburgkreis, auf den alarmierenden Zustand der Landstraße hingewiesen hatte, machten die hessischen Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke und sein Kollege Dieter Franz (SPD) in Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitikern aus Thüringen Druck und versuchten, das Thema im hessischen Verkehrsministerium zum Programm zu machen. Leider habe das häufige Anraten der Politiker anfangs keine Früchte getragen. Obwohl sich der Zustand der Straße von Tag zu Tag verschlechterte, wurde in der Vergangenheit bis auf ein paar Ausbesserungsmaßnahmen, die ebenfalls nicht lange hielten, wenig unternommen, um die Missstände zu beseitigen. „Wir nervten so lange, bis es schließlich realisiert wurde“, sagte Warnecke.

Bleibt zu hoffen, dass die Wurzeln der Allee-Bäume keinen Schaden genommen haben. Ein langsames Absterben der Bäume kann nicht zuletzt durch herabfallende Äste eine Gefährdung für die Autofahrer werden. In einem letzten Schritt werden noch Schnittmaßnahmen an den Bäumen durchgeführt. Die 200 Meter lange Landstraße kann voraussichtlich ab 26. Oktober wieder in Betrieb genommen werden.

In der Vergangenheit wurde schon einmal angefragt, ob die hessische Straße nicht an die Thüringer Gemeinden abgegeben werden kann. Schließlich ist es ungewöhnlich, zwischen zwei thüringischen Gemeinden eine hessische Straße vorzufinden. Diese Frage wird wohl nach der Sanierung wieder in den Vordergrund rücken. Damals antwortete der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Grüne), auf Nachfrage: „Wenn wir saniert haben, dann könnte man noch einmal auf die Thüringer zu gehen.“

https://eisenach.thueringer-allgemeine.de/web/eisenach/startseite/detail/-/specific/Hessische-Strasse-zwischen-Thueringer-Orten-frisch-saniert-2027652258
SPD Wartburgkreis
Maik Klotzbach

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