Anlass für diese Mitteilung ist das Verhalten einiger Mitbürgern*innen in unserem Naturschutzgebiet. So kam es u.a. zum unerlaubten Entfernen von Naturschutzschildern im NSG. Zum wiederholten Mal wurde das NSG Hinweisschild an der Radbrücke zerstört bzw. entwendet.

Blick in das Naturschutzgebiet

Worüber reden wir – was man über das NSG wissen sollte:

Das heutige Naturschutzgebiet (NSG)  Klosterholz und Nordmannsteine wurde maßgebend, durch den von ca. 1930 bis 2014  praktizierten Abbau des Kalksteins im Steinbruch Buchenau geprägt.

Das umgesetzte Renaturierungskonzept zum Steinbruch Buchenau das vom ehemaligen Betreiber des Steinbruchs für die ca. 7,0 ha Abbaufläche erstellt wurde, war Bestandteil der Betriebserlaubnis. Die Genehmigung zum Abbau von Kalkschotter im Steinbruch Buchenau endete 2014.

Die Initiative zur Schließung und dem damit verbundenen Abbauende im Steinbruch Buchenau, ging von einer Bürgerinitiative aus die sich dazu 2008 mit dem Ziel gegründet hat, diesen Teil des schönen Werratals vor weiterem Gesteinsabbau zu bewahren und dem Schutz der Natur Raum zu geben.

Nach der Beendigung des Steinbruchbetriebes im NSG hat das damalige Thüringer Landesverwaltungsamt (Obere Naturschutzbehörde) die entsprechen Änderungen zur Schutzgebietsverordnung 2016 erlassen.  Laut diesen Änderungen zum  NSG Klosterholz und Nordmannsteine – das auch Teil eines europäischen FFH-Schutzgebietsverbundes ist – hat nun auch im Bereich des ehemaligen Steinbruchs der Naturschutz entsprechenden Vorrang.

Seit einigen Jahren kann sich unter diesen ungestörten Bedingungen die Tier- und Pflanzenwelt entfalten und auch neue Lebensräume – z.B. die Wasserflächen – besiedeln. Diese tolle Entwicklung können Besucher, Spaziergänger und Radfahren von Aussichtspunkten(?), der Brücke oder Wegen mitverfolgen.

Worauf sollte man achten?

Eine wichtige Voraussetzung für diese tollen Entwicklungen ist, das im nicht öffentlichen Bereich vom NSG, keine Störungen durch Besucher erfolgen!

Die NSG Hinweisschilder Schilder (siehe Bild) die den Besucher in allen NSG auf den Schutzcharakter  hinweisen  sind  ein wichtiger Bestandteil für die „Lenkung der Besucher“. Hier kann sich der Besucher informieren und erhält Hinweise zum Verhalten und warum die Natur im Naturschutzgebiet besonders schützenswert ist.

Besonders schützenswert sind z.Bsp.:

Der Teil dieses grandiosen Werradurchbruchs, die markanten Prallhänge bzw. Steilhänge (…) sowie seltene und gefährdete Pflanzengesellschaften und Tierarten. Gerne Bilder…

Erhalt eines besonderen Teils der Thüringer Heimat – eine imposante Wand aus Muschelkalk, verändert durch menschliche Tätigkeit. Aber eben auch Erhaltung der natürlichen Lebensräume an der Werra, sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen –  im europäischen Verbund.

Für den Schutz solcher Teile unserer Heimat sind gesetzlich verankerte Regeln – hier in der entsprechenden NSG – Verordnung auch Verbote (§3) erforderlich und angezeigt:

z. Bsp.:(…) Lebensbereiche der Tiere und Pflanzen zu stören, Inschriften, Plakate, Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, das Gebiet außerhalb von Wegen, Wanderpfaden oder Ruhebankbereichen zu betreten, zu klettern, zu zelten, zu lagern oder Feuer zu entfachen, Flugmodelle aller Art zu betreiben, Hunde frei laufen zu lassen, die Ruhe der Natur durch Lärm zu stören und freilebende Tiere an ihren Nist-, Brut-, Wohn-, und Zufluchtsstätten zu stören.

Durch Diebstahl bzw. Vandalismus mit den NSG- Hinweisschildern „verschwindet“ das Naturschutzgebiet nicht – aber es werden öffentliche Mittel für die Wiederherstellung benötigt, die für Touristen gibt es keine Informationen und ja – es ist schlicht verboten.

Im Einzelfall können und werden daher durch das zuständige Ordnungsamt, die Polizeiinspektion oder der Unteren Naturschutzbehörde Platzverweise oder Ordnungsstrafen ausgesprochen.

Was können WIR tun?

Vor dem Hintergrund das der Klimawandel für alle Arten eine große Herausforderung für das Überleben bedeutet und in der Verantwortung für unsere Region und die Landschaften, die wir als Heimat in uns tragen, werben wir um mehr Verständnis für den Naturschutz und bitten um entsprechendes Verhalten von uns Allen!

Lutz Kromke

Stellv. Vorsitzender VDF

Im Naturschutzgebiet kommt es immer wieder zu Sachbeschädigung.

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