Wer sind diese Reichsbürger? Und weshalb findet ihre Vorstellung, die Deutschen seien Opfer einer weltweiten Verschwörung, so viele Anhänger?

Der junge jüdische Autor Tobias Ginsburg schleicht sich bei ihnen ein – und erfährt Seltsames und Beängstigendes über gewaltbereite Neonazis und lichtumspülte Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Sektierer und rechte Politiker.

Er schließt sich verschiedenen Gruppierungen an, sitzt am Lagerfeuer und an Stammtischen, wird Mitglied eines selbstausgerufenen Königreichs und plant mit bei unheilvollen Projekten zum Sturz der Regierung.

Das Buch „Die Reise ins Reich. Unter Reichsbürgern“ ist eine Reportage über Macht, Wahnsinn und Rechtsradikalismus, das Porträt von verzweifelten Menschen und bösen Verführer*innen, aber auch die Geschichte einer aberwitzigen und grausig komischen Abenteuerreise.

Tobias Ginsburg, geboren 1986 in Hamburg, ist Autor und Theaterregisseur. Seit 2007 schreibt und inszeniert er Theaterstücke, wobei politische und gesellschaftliche Themen im Vordergrund seiner Texte, Arbeiten und oft aufwendigen Recherchen stehen. Im März 2018 erschien mit „Die Reise ins Reich“ sein Buchdebüt.

Moderation: Felix Steiner ist Mitarbeiter bei MOBIT – Mobile Beratung in Thüringen. Ziel der Arbeit von MOBIT ist die Stärkung des bürgerlichen, demokratischen Engagements in Thüringen und die konkrete Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Darüber hinaus informiert MOBIT über aktuelle Entwicklungen in der rechtsextremen Szene.

Veranstalter: Dissens. Forum für Kritik und Bildung ist eine im Herbst 2018 gegründete Initiative junger Menschen aus Bad Liebenstein, Leipzig und Zwenkau. Gemeinsam wollen wir in den vom urbanen Kulturbetrieb oft abgehängten ländlichen Gebieten Ostdeutschlands politische und kulturelle Bildungsveranstaltungen organisieren und kritisch über die Gegenwartsprobleme des sozialen Zusammenlebens diskutieren.

Ort: Frösch – Kulturcafé Salzunger Str. 6 · Bad Liebenstein
Datum: 11. September 2019
Uhrzeit: 18.00 Uhr

Ausschlussklausel: Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

Gefördert von Denk bunt im Wartburgkreis – Partnerschaft für Demokratie


1 Kommentar bis jetzt.


  1. Einer der größten Fehler den man machen kann und machen wird , ist der – Menschen zu verurteilen ohne diese angehört zu haben ! Das haben Politiker so an sich ! Schnell zu verurteilen , ohne Anhörung ! Ach Menschen die AfD wählen oder zu deren Kundgebungen gehen , werden verurteilt ( Mob , Neo – Nazis , Ausländerfeindlich ) Muss man sich dann wundern , wenn dann die Wahlergebnisse nicht gefallen ! ( Gerade die SPD hat Menschen verurteilt , die zu den AfD Kundgebungen reisten ) Will sagen : Anhören – Nachdenken und dann urteilen ! Auf die Menschen zugehen – mit den Menschen reden und dann Politik machen ! ……………walter storch

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