Auch wenn es um das Fracking in letzter Zeit sehr ruhig geworden ist, bleibt es für Umweltverbände, Initiativen und Ehrenamtliche weiter Thema. „2011 haben wir unseren Protest gegen die Fracking-Technologie begonnen“, erklärt Lutz Kromke, SPD Creuzburg. „Unzählige Veranstaltungen und Unterschriftensammlungen haben wir durchgeführt. Dazu wurden Anträge auf Änderungen des Bundesberggesetzes geschrieben und unzählige Offene Briefe an Mitglieder der Landesregierung, der Bundesregierung und der Parlamente verfasst. Das hat uns auch manche schlaflose Nacht eingebracht.“
Meiningen hat man derzeit besonders im Blick. Hier liegt nach wie vor ein gültiger Bescheid für Probebohrungen vor. „Hier wird sich sicherlich nichts mehr tun. Wir unterschätzen das aber nicht und bleiben dran“, erklären Volker und Ute Heineck von der Bürgerinitiative „Tiefe Geothermie“.


Lutz Kromke, Fred Lindner (BI Fahner Höhe), Volker Heineck (BI Tiefe Geothermie Meiningen), Ute Heineck (BI Fahner Höhe) und Winfried Bötticher (Bürgermeister der Gemeinde Vogtei und BI Unstrut-Hainich, von links) tragen das Fracking in einem Sarg symbolisch zu Grabe
Foto: Fabian Klaus

Beim sog. Fracking werden Gesteinsschichten in großer Tiefe aufgebrochen, um an die eingelagerten Gas- und Ölreserven zu gelangen. Dabei kommen unzählige, teils sehr giftige Chemikalien zum Einsatz. Für die Konzerne der Energiebranche kann sich die aufwendige Technik lohnen. Für Umwelt und Menschen bleiben die Gefahren noch völlig unbekannt. Um die langfristigen Risiken streiten sich Befürworter und Ablehnende seit vielen Jahren.
Der Bund hat den Einsatz der Frackingtechnologie im Wasserhaushaltsgesetz nicht grundsätzlich verboten. Die Länder können in ihren „Wassergesetzen“ entsprechende Regelungen erlassen, vom Verbot bis zur Zulassung. Für Thüringen geht aus der aktuellen Fassung der Begründung zum Wassergesetz hervor: „In der Bevölkerung bestehen jedoch weiterhin Vorbehalte gegen den Einsatz jeglicher Fracking-Technologie. Dies erfordert über die Bestimmungen der §§ 13a und b WHG hinausgehende landesrechtliche Regelungen.“
Über diesen Satz freuen sich die Fracking-Gegner sehr. Symbolisch tragen sie vor dem Thüringer Landtag das Fracking im Sarg zu Grabe. Ihr langjähriger Einsatz hat sich gelohnt. Man bleibt natürlich weiter wachsam, schließlich ist es noch nicht beschlossene Sache.

SPD Wartburgkreis
Maik Klotzbach

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