Das Werratalmuseum Gerstungen startet nach der Schließung durch die Corona-Beschränkungen wieder in die neue Saison. Im Frühjahr konnte eine neue Sonderausstellung „II. Weltkrieg im Werratal – eine Region blickt zurück“ präsentiert werden.

Diese befasst sich mit dem Thema, was in der Zeit des Zweiten Weltkrieges in unserer Region passiert ist. Wie erlebte die Bevölkerung das Ende des Krieges und den Anfang der Deutschen Demokratischen Republik.

Dr. Babette Winter, Sylvia Hartung, Martin Geißler und Museumsleiterin Frau Dötterl

Die SPD Wartburgkreis nutzte die Gelegenheit und informierte sich über die Arbeit des Werratalmuseums.

Die Sonderausstellung zeigt einen Mix aus Ausstellungsgegenständen und Informationstafeln, um die Zeit genauer zu beleuchten. Als Kooperationspartner für die Fertigstellung des Drucks, konnte hier die Partnerschaft für Demokratie „Denk bunt im Wartburgkreis“ gefunden werden.

Vom 1. Mai bis 31. Oktober ist die Sommersaison im Werratalmuseum. Neben den ständigen Ausstellungen zur Geologie, Ur- und Frühgeschichte, der Volkskundeausstellung und der Eisenbahngeschichte ist besonders die neu gestaltete Keramikausstellung beachtenswert.

Durch eine Schenkung von einer bekannten Keramikkünstlerin und Sammlerin, Lotte Reimers aus Deidesheim, ist die Präsentation um künstlerisch gestaltetes Steinzeug mit Rebascheglasuren sowie durch Keramik aus anderen Töpfergebieten vervollständigt worden.

Selbstverständlich sind nach vorheriger Vereinbarung Termine für Führungen oder Veranstaltungen möglich.

Die Ausstellung des Werratalmuseums kurz vorgestellt

Das Werratalmuseum befindet sich im ehemaligen Amtsschloss, einem Gebäudekomplex mit mittelalterlichem Ursprung, der im Laufe der Jahrhunderte viele bauliche Veränderungen erfahren hat. Gerstungen zählt zu den ältesten Orten Thüringens, seine erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 744 in Zusammenhang mit seiner Schenkung an das Kloster Fulda. Nach Besitzwechsel gehörte das Amt ab dem 15. Jh. zum Herzogtum Sachsen-Eisenach, ab 1741 zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Das Museum beherbergt in 22 anschaulich gestalteten Räumen u. a. Sammlungen zur Geologie, zur Ur- und Frühgeschichte, zur Volkskunde mit dem Schwerpunkt Werra-Keramik der umliegenden Orte an der mittleren Werra, sowie eine Ausstellung zur Eisenbahngeschichte von 1849 bis 1996.
Gegründet wurde das Museum 1932 von Lehrern der Oberrealschule in Gerstungen, deren Ziel es war, Anschauungsmaterial für den Unterricht zu sammeln und den Heimatgedanken zu stärken. Durch die wissenschaftliche Tätigkeit und Sammelleidenschaft des Studienrates Arno Volland (1888-1968) entwickelte sich das Heimatmuseum zu einer Ausstellung mit überörtlicher Bedeutung.
Während der Zeit der DDR lag die Gemeinde Gerstungen an der innerdeutschen Grenze im Sperrgebiet und konnte nur mit einem Berechtigungsschein besucht werden. Das Museum führte während dieser Zeit ein Schattendasein und konnte nur durch engagiertes Wirken Gerstunger Bürger überleben. Seit der Grenzöffnung ist es wieder für jedermann zugänglich.

Werratalmuseum Gerstungen
Sophienstraße 4
99834 Gerstungen
Tel: +49 (0) 36922-31433
Fax: +49 (0) 36922-24550

museum@gerstungen.de

Öffnungszeiten
Mai – Oktober täglich von 14.00 – 17.00 Uhr
sowie nach vorheriger Vereinbarung
Eintrittspreise:
Erwachsene 3 €; Kinder 1 €; Gruppentarif 2,50 €
v.l. SPD Kreisvorsitzender Maik Klotzbach, Dr. Babette Winter, Museeumleiterin Frau Dötterl und Martin Geißler beim Besuch des Werratalmuseums Gerstungen

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