Die Thüringer SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser besucht mit Dr. Babette Winter und dem SPD-Kreisvorsitzenden Maik Klotzbach die DRK Rettungswache und Sozialstation in Herda. Oliver Rindschwentner, stellvertretende Rettungsdienstleiter des DRK Kreisverbandes Eisenach, informiert in dem konstruktiven Austausch über die alltägliche Arbeit des Rettungsdienstes im ländlichen Raum an der Grenze zu Hessen, der auch einige Kilometer BAB A4 aufweist.

Matthias Ecke, Vorstandsmitglied des DRK Kreisverband Eisenach e.V. erläutert die Räumlichkeiten der Rettungsstation

Der Herdaer Rettungswagen wird durchschnittlich täglich zu vier Einsätzen alarmiert. Durch den Neubau der Sozialstation und Rettungswache in 2014 in Herda haben sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der ambulanten Pflege spürbar verbessert.
Martin Brinkel, Vizepräsident des DRK Kreisverbandes Eisenach, weist zusammen mit Vorstand Matthias Ecke auf die gute Zusammenarbeit zwischen den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rettungsdienstes und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz hin. Dabei ist die gesellschaftliche Würdigung des ehrenamtlichen Engagements für das Gemeinwohl sicher noch weiter ausbaufähig.

Ein weiteres Problem ist, dass der Verband häufig auf den Kosten seiner Rettungseinsätze sitzen bleibt oder nur mit einem erheblichen Aufwand die Summe eintreiben kann. Aufgrund vieler Einsätze auf der Autobahn und in der touristisch stark frequentierten Wartburgstadt versorgen die Fleißigen des Roten Kreuzes auch viele Gäste aus dem Ausland, die manchmal keine entsprechende Krankenabsicherung besitzen. Mit solchen Kostenproblemen kämpfen ländlich geprägte und fernstraßenferne Rettungswachen eher selten.

Oliver Rindschwentner kommt auch auf den Rettungswagen zu sprechen, der Sorgen bereitet. Das in Herda stationierte Fahrzeug habe bald eine halbe Millionen Kilometer zurückgelegt. Wartungsverträge laufen meist nur bis 300.000 Kilometer. Danach summierten sich erforderliche Reparaturen oft ins Unermessliche. Neue Rettungswagen seien keine Schnäppchen. „Bald sind die nächsten Autos fällig – die Kosten eines Rettungswagens ist inzwischen auf 192.000 Euro geklettert“, betont Vorsitzender Ecke. Die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs sei, so Vize Brinkel, „immer ein großer Brocken.“ Allein die Reanimationsmaschine an Bord koste 25.000 Euro.

Obwohl die Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Einsätzen mit den osthessischen Wohlfahrtsverbänden hervorragend funktioniere, bereite das angrenzende Bundesland doch Probleme. „Die Hessen schnappen uns die Fachkräfte weg“, sagt Matthias Ecke. An der Landesgrenze gehe das Gehaltsgefüge auseinander. 600 Euro mache der Unterschied in der „Lohntüte“ aus. Es gibt aber auch Rückkehrer, die aufgrund guter Arbeitsbedingungen, der Kollegialität, der besseren Ausstattung und dem kürzeren Arbeitsweg auf einige Euros im Monat verzichten. „In Thüringen liegen wir weit oben bei den Löhnen und müssen aufpassen, dass wir nicht krachen gehen“, verdeutlich Ecke den Spagat, der zwischen Wertschätzung und Wertschöpfung gelingen muss.

Gruppenfoto zum Abschluß (v.l. Dr. Babette Winter, Maik Klotzbach, Oliver Rindschwenter, Matthias Ecke, Elisabeth Kaiser, Martin Brinkel)

Die Thüringer SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser ist als Mitglied im Ausschuss für Inneres und Heimat des Deutschen Bundestages für Zivil- und Katastrophenschutz zuständig. Um für ihre Arbeit immer „nah dran“ zu sein, ist es Frau Kaiser wichtig, regelmäßig mit den regionalen Akteuren der Blaulichtorganisationen zusammen zu kommen um sich auszutauschen.

Weiterhin begleitet Frau Kaiser im Ausschuss für Inneres und Heimat des Deutschen Bundestages die Arbeit der Kommission für gleichwertige Lebensverhältnisse. Dort wirkt sie als leidenschaftliche Unterstützerin des Ehrenamtes. Zudem macht sie sich für die Bedürfnisse des ländlichen Raumes stark.

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