Die Geschäftsstelle der Werratal-Touristik ist umgezogen. Drei Straßen weiter will sich der Verein
neu präsentieren.

v.l.: Heidi Brandt (Geschäftsführerin); Maik Klotzbach (Vereinsmitglied, SPD Wartburgkreis), Kerstin Winter (Mitarbeiterin)

v.l.: Heidi Brandt (Geschäftsführerin); Maik Klotzbach (Vereinsmitglied, SPD Wartburgkreis), Kerstin Winter (Mitarbeiterin)

Bad Salzungen – „Es kam überraschend“, gab Peter Heimrich, Vorsitzender der Werratal-Touristik und Landrat von Schmalkalden-Meiningen, bei der Präsentation der neuen Geschäftsstelle auf dem Salzunger Kirchplatz am Mittwoch zu. Jahrelang war die Geschäftsstelle in der Kurverwaltung am Flößrasen untergebracht. Das langjährige Miteinander beschreibt Heimrich im Nachhinein als „harmonisch“. Dennoch kam es zur vorläufigen Kündigung des Mietvertrages. Sicherlich habe der Umzug einen faden Beigeschmack, „aber manchmal braucht es auch einen Impuls von außen“, entgegnete Detlef Schulz, Vorstandsmitglied und zuständiger Tourismus-Mitarbeiter der Stadt Bad Salzungen. Die neue Geschäftsstelle würde nun von der Öffentlichkeit besser wahrgenommen. Dabei verwies er auf das Schaufenster, das jedoch noch Nachholbedarf habe. Doch auch das wolle man demnächst so herrichten, dass die Werratal-Touristik von außen sofort erkennbar ist. „Mittlerweile sind wir heilsam aus unserer Schockstarre erwacht“, sagte Heidi Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes. Die neuen Räumlichkeiten in bester Zentrumslage würden einer professionellen Geschäftsstelle anders als das „Hinterzimmer“ am Flößrasen gerecht. Jetzt habe man die Möglichkeit, Gäste auch direkt zu empfangen und über die vielen Sehenswürdigkeiten des Werratals zu beraten.
Neben der neuen Darstellung nach außen plant der 1996 gegründete Tourismus-Verein 2016 auch Verbesserungen hinsichtlich der Infrastruktur an der Werra. Die neue Erlebnisinsel am Flößrasen habe gezeigt, in welche Richtung es gehen soll, so Heidi Brandt. Auch Sanitärbereiche und Zeltaufschlageplätze zählen zu den gesteckten Zielen. Inwiefern Sanitäranlagen mitten im Hochwassergebiet umsetzbar sind, ist eine andere Frage. Im vergangenen Jahr habe man am Fuße der Brandenburg eine Trocken-Trenn-Toilette – eine Komposttoilette ohne Wasserspülung –
errichtet. Eine Aussage, ob die Toilette ein Gewinn ist, konnten die Verantwortlichen jedoch noch nicht treffen.
In diesem Jahr wolle man auch den Zusammenschluss der Leistungsträger zu einer „Servicekette“ vorantreiben, erklärte Heidi Brandt. Dazu zähle beispielsweise der Umstieg vom Kanu auf ein EBike, um den Urlaub für Werratal-Touristen je nach Wetterlage noch flexibler zu gestalten.
Am wichtigsten sei jedoch die Klassifizierung des Werratal-Radweges. „Wir wollen uns nicht nach den Sternen strecken“, sagte Brandt. Durch eine Klassifizierung sei man jedoch noch stärker in der Pflicht, die Qualität des Werratal-Radweges nachhaltig zu gewährleisten und Touristen sowie Einheimische langfristig zufrieden zu stellen.
Eine ganz besondere Ehre sei dem Verein in diesem Jahr der Werratal-Tag am 12. Juni, an dem der Verein sein 20-jähriges Bestehen mit dem 25. Geburtstag des „Erlebnis-Bergwerks“ in Merkers feiern wird.

https://www.insuedthueringen.de/lokal/bad_salzungen/fwstzslzlokal/Ein-neues-Schaufenster-fuer-den-Tourismus;art83434,4637220

weitere Informationen auf der Internetnseite des Werratal Touristik e. V.

SPD Wartburgkreis
Maik Klotzbach

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