Eisenach. Die SPD-Regionalgeschäftsstelle in der Gedenkstätte „Goldner Löwe“ wurde in der Nacht zu Mittwoch von Randalieren beschädigt. Eine Fensterscheibe wurde mit einem Pflasterstein eingeworfen und die Eingangstür beschmiert. Auch am Rathaus und an den zwei Landtagsabgeordnetenbüros von CDU und der Partei Die Linke, Raymond Walk und Kati Engel, hat es Schmierereien gegeben.

Eine Scheibe im Erdgeschoss des "Goldenen Löwen" wurde mit einem Pflasterstein eingeworfen.

Eine Scheibe im Erdgeschoss des „Goldenen Löwen“ wurde mit einem Pflasterstein eingeworfen.

Die EIngangstür wurde mit Farbe beschmiert.

Die EIngangstür wurde mit Farbe beschmiert.

An der historischen Rathaustür am Markt nagelten Unbekannte ein schwarz bemaltes, etwa 80 Zentimeter hohes Holzkreuz, verbunden mit dem Satz „Katja Wolf bringt Eisenach den Untergang“. An den gläsernen Schaufenstern der beiden Parteibüros, die sich in mittelbarer Nachbarschaft in der Georgenstraße befinden, wurden mit weißer Farbe Beschimpfungen aufgesprüht. An der Glasscheibe des Linke-Büros waren am Morgen Sprüche wie „Verpisst euch“ oder „Zeckenbrut“ zu lesen. Bei der CDU prangte groß in weißer Sprühfarbe das Wort „Volksverräter“ an der Glasscheibe im Erdgeschoss.
Strafanzeige wegen Sachbeschädigung
Die Stadt, so Stadtsprecherin Silvia Rost auf Anfrage, will Strafanzeige wegen Sachbeschädigung stellen. Zur Schadenshöhe könne sie derzeit noch nichts sagen, so Rost. Oberbürgermeisterin Katja Wolf selbst, die gestern im Urlaub war, äußerte sich bis zum Mittag noch nicht zu dem Vorfall. Die beiden Parteien kündigten Stellungnahmen an. Die Polizei hat die Tatorte an den beiden Büros in Augenschein genommen und Spuren gesichert, hieß es von der
Polizei. Die Abteilung Staatsschutz der Kriminalpolizeistation Eisenach übernahm zugleich die Ermittlungen, da eine politisch motivierte Straftat nicht ausgeschlossen werden kann.

 

SPD Wartburgkreis

Maik Klotzbach

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