„Die Deutsch-Deutsche Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten! Aus diesem Grund ist es wichtig für die nachkommenden Generationen Zeugnisse aus dieser Zeit zu erhalten.“

Zahlreiche Gäste aus Vacha und der Umgebung konnten begrüßt werden.

Am 17. Juni jährte sich der Volksaufstand in der DDR von 1953. Zum Gedenken an die Opfer der Teilung Deutschlands öffnete auch der ehemalige Wachturm an der Grenze seine Pforten. Der Grenzturm – heute „Mahnmal Grenzturm Vacha“ ist inzwischen ein touristisches Highlight für Vacha geworden und hat viele neue Ausstellungsstücke zu zeigen. Zeitzeugen und Sonderführungen führten durch die Geschichte der deutschen Teilung.

Bürgermeister Martin Müller (CDU) führt durch die Ausstellung

Aus der obersten Etage kann man einen wunderbaren Blick in die Werraauen genießen…nun ohne Stacheldraht und Betonmauern.

SPD-Bundestagskandidat Michael Klostermann nahm gemeinsam mit Staatssekretärin Babette Winter (Staatskanzlei), der Stadtabgeordneten Kata Tüttö aus Budapest, dem SPD-Kreisvorsitzenden Maik Klotzbach und dem stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Gesang, sowie dem Ortsteilbürgermeister von Wölferbütt und SPD-Ortsvorsitzenden von Vacha Martin Geißler an der Gedenkveranstaltung teil. Bürgermeister Martin Müller (CDU) gab eine persönliche Führung durch das Gebäude mit Museumscharakter. Hiernach zeigte man dem Gast aus Ungarn noch stehende Mauerreste und die Brücke der Einheit, die auf das Haus auf der Grenze zuweist.

Das abschließende Gruppenfoto vor dem Grenzturm

Auszug aus dem
Die Landesgrenze zwischen Vacha (Thüringen) und Philippsthal (Hessen) wurde nach dem 2. Weltkrieg zur Grenze zwischen zwei Weltsystemen. Um die Flucht ihrer Bürger zu verhindern, baute das DDR-Regime sie systematisch zu einem fast unüberwindlichen Bollwerk aus. Dies ist auch gerade im Bereich der Vachaer Werrabrücke geschehen, wo umfangreiche Veränderungen stattfanden. So wurden zahlreiche Höfe, Häuser und Gärten in Grenznähe beseitigt, der Flusslauf umfangreich verändert. Die Brücke selbst sperrte man 1952 für den Durchgangsverkehr.
Damit war auch die Bundesstraße 84, die historische Verbindung zwischen den Messestädten Frankfurt und Leipzig, unterbrochen. Mauern und Streckmetallzäune, Beobachtungstürme, Minen und Hunde sollten ein Überwinden dieser Grenze praktisch unmöglich machen. Dazu diente auch ein weiträumig im grenznahen Raum angelegtes Sperrgebiet, welches für außerhalb Wohnende nur mit Sondergenehmigung zu betreten war. Für die im Sperrgebiet ansässige Bevölkerung resultierten daraus viele schikanöse Reglementierungen. Am schlimmsten war die Vertreibung der im unmittelbaren Grenzbereich von Vacha und Oberzella wohnenden Bürger. Erst die Grenzöffnung in den Morgenstunden des 12. November 1989 am Nordende der Vachaer Brücke ändert alles. Die ehemaligen Grenzanlagen sind heute weitgehend verschwunden. Nur der viereckige Grenzturm, eine sogenannte Führungsstelle, und ein in der Nähe befindliches kurzes Stück der Mauer sind noch vorhanden.

Infos unter: http://www.vacha.de/

Auf der Werrabrücke: Maik Klotzbach, Tüttő Kata, Babette Winter, Michael Klostermann und Martin Geißler

Gespräche zum Grenzverlauf auf der Werrabrücke

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SPD Wartburgkreis
Maik Klotzbach

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