Schweinas Ortsteilbürgermeister Frank Weise (SPD) und sein Ortsteilrat gaben jüngst eine Stellungnahme zum Stadtentwicklungskonzept Liebensteins ab, zu dem sie umfangreichen Änderungsbedarf anmeldeten.
Außer der Ortsmitte Schweinas würden weitere Alleinstellungsmerkmale des Ortes wie etwa Fröbel und sein Wirken nicht beachtet. Die Kunstschule als Bildungseinrichtung sei hier zu erwähnen. Die industrielle Historie des Ortes könne in einem gemeinsamen Oberlandmuseum mit Standort Steinbach gewürdigt werden.
Beim historischen Fackelbrennen fehlen Aussagen zu Standort und Zufahrtsfrage. Die Radweglücke zwischen Marienthal und Barchfeld sei zu schließen. Auch zur touristischen Infrastruktur für Schweina stehe noch kein Wort im Konzept.
Ebenso zum Erhalt des Bürgerhauses, der Nutzung des Dr. Richard-Uehling-Platzes und der Sanierung des Friedhofes samt Fröbelgrabes.
Ein Sportstättenkonzept fehlt gänzlich. Die problematische Verkehrssituation im Umfeld der Krippe und DRK-Heime wird auch mit keinem Wort erwähnt.
Andererseits sieht das bisherige Verkehrskonzept eine Abnabelung so wichtiger touristischer Magnete wie des Altensteiner Schlosses und der Höhle vor – völlig unerklärlich. Bezüglich der sich hier anbietenden kulturellen und wirtschaftlichen Präsentation und Vermarktung bleibt man weit hinter allen Möglichkeiten zurück.

Die wohl in ganz Europa einzigartige Zusammenstellung von unterschiedlichen landschaftsbildenden geologischen Einheiten im Raum Bad Liebenstein wird regelrecht ignoriert. Hierzu siehe die Abbildung rechts. Sie beeinflusst maßgeblich die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch die Nutzung durch den Menschen (land-, forst- und allgemeinwirtschaftlich, industriell, kulturell medizinisch usw.).
Erneut drängt sich der Eindruck auf, dass in den Ortsteilen von Bad Liebenstein kein Schlag mehr getan und kein Cent mehr investiert werden soll, um sich nur noch auf das Stadtzentrum zu konzentrieren. Wenn dies die Marschrichtung sein soll, wird dies künftig allen Orten eine Lehre sein, die sich überlegen, freiwillig zu fusionieren.

SPD Wartburgkreis
Christian Gesang

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