Biberdamm im Feldatal (Foto: Rüdiger Christ)

Biberdamm im Feldatal (Foto: Rüdiger Christ)

Rund hundert Jahre lang galt der Biber auch bei uns in der Rhön ausgestorben. Zur Freude der Naturliebhaber ist der Biber an der Felda wieder zurück und dort aktiv. Der „Baumeister der Natur“ – wie der Biber auch oft genannt wird, ist ein faszinierendes Wildtier, dass die Uferregionen unserer Flüsse besiedelt, gestaltet und aktiven Hochwasserschutz betreibt. Biber gehören seit Millionen von Jahren in die Auen unserer Flüsse und vollbringen dort großartige Leistungen. Sie schaffen Strukturen und Lebensräume, die den anderen Arten zugutekommen. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten profitieren enorm von den Aktivitäten des Bibers, darunter Amphibien wie der Laubfrosch, der Eisvogel, der Schwarzstorch, die Bachforelle sowie viele Libellenarten. Besonders charakteristisch sind die sogenannten Kegelschnitte an Gehölzen.

Im Frühling und Sommer fressen Biber vorwiegend krautige Pflanzen und fällen keine Gehölze. Die Nahrung in Herbst und Winter konzentriert sich hingegen auf Gehölze. In dieser Zeit benagen die Biber Sträucher und Bäume. Von diesen bevorzugen die Nager vor allem die Knospen, die zarte Rinde und die jungen Zweige.
Es ist sehr erfreulich, dass diese Tierart wieder in der Rhön heimisch geworden ist weil die entsprechenden Bedingungen geschaffen wurden. Hoffentlich schaffen auch unsere Politiker für die Rhöner Bevölkerung zukunftssichere Bedingungen.
Die geplante Gebietsreform wäre eine Möglichkeit dazu, wenn sie nicht zu Postengeschachere missbraucht wird!

Text und Fotos: Rüdiger Christ

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