Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) mit den Mitgliedern der SPD Bad Salzungen

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ist angetan von Bad Salzungen: „Ein Kleinod, tiptop gepflegt und ein hervorragender Standort, was die Kur betrifft.“
Bad Salzungen – Die Einladung von Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler) zu einem Arbeitsbesuch in Bad Salzungen hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang

Tiefensee (SPD) gerne angenommen. Er schaue sich Dinge, über die er zu entscheiden habe, oft mit eigenen Augen an und nehme sich dafür auch die nötige Zeit. Der Sole-Reisemobilhafen und die Solewelt – an beiden Projekten war das Thüringer Wirtschaftsministerium geldgebend beteiligt – gehörten neben dem Zukunftsprojekt Umbau Bahnhof zum Programm. Ebenso ein Arbeitsgespräch mit dem Bürgermeister und dem Kur-Geschäftsführer sowie zwei Firmenbesichtigungen.
Was er gesehen hat, überzeugte den Wirtschaftsminister. „Das macht alles einen hervorragenden Eindruck“, sagte er. Bad Salzungen sei ein Kleinod und ein herausragender Kur-Standort – sogar europaweit. Er könne nur Respekt dafür zollen, was hier gemeinsam in den letzten 15 Jahren entstanden sei. „Hier ist alles tiptop gepflegt, die Menschen sind freundlich – alles hat aller höchste Qualität.“ Die Entwicklung, die Bad Salzungen genommen habe, sei in mehrfacher Hinsicht beispielgebend. „Und ich hoffe, das hat Ausstrahlungskraft auf andere Orte.“ Damit meint Wolfgang Tiefensee zum Beispiel den Mut zur Investition Sole-Reisemobilhafen. „Ich habe bei Leuten im Wohnmobil gesessen und mich unterhalten. Nette Menschen aus Münster. Die haben erzählt, dass der Preis, der Platz und das Angebot stimmen und sie noch zwei Tage länger bleiben.“ Das sei genau das, was die Stadt bezwecken wollte. Und man habe – auch mit der Unterstützung des Wirtschaftsministeriums – Voraussetzungen geschaffen, dass Geld in die Haushaltskasse komme.
„Das können sich andere Städte auf die Fahnen schreiben“, schwärmte Tiefensee.
Investor muss passen Angetan zeigte sich der Minister auch von der Solewelt und dem Gradierwerk. Die hervorragenden Übernachtungszahlen sprechen für sich. Bei der Suche nach einem Investor für ein Gesundheitshotel werde er über die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) gerne Unterstützung geben. Man sollte aber Wert auf eine gründliche Suche legen: „Der Investor muss nicht nur zuverlässig sein, er muss auch die Stadt verstehen und zu ihr passen“, so sein Ratschlag.
Bürgermeister Klaus Bohl war froh, dass sich der Wirtschaftsminister viel Zeit genommen hat. So konnten auch zukünftige Projekte angesprochen werden. Wie die Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes. „Ich finde es klasse, wie der Bahnhof umgebaut wird und, dass er erhalten bleibt“, so der Minister. Auf ein Problem machte der Bürgermeister bei der Kurtaxen-Erhebung aufmerksam. Hier gebe es gesetzliche Unsicherheiten. „Das werden wir bei der Novellierung des Kommunalabgabengesetzes gründlich überdenken“, versprach Tiefensee.
Am Nachmittag besuchte der Wirtschaftsminister die Hammel Recycling GmbH sowie die Erkat Spezialmaschen und Service GmbH. „Auch wenn Bad Salzungen infrastrukturelle Nachteile hat, darf man das Gewerbe nicht vernachlässigen.“ Die Ansiedlung von großen Industriebetrieben hält er für unrealistisch, „die Stadt sollte auf den lokalen Mittelstand setzen.“
Überrascht wurde Wolfgang Tiefensee von Kur-Chef Daniel Steffan, der ihn bat, in der frisch sanierten Trinkhalle den ersten Ton anzugeben: auf einem Cello der Musikschule. „Das ist ganz selten das ich das mache“, reagierte Tiefensee, stimmte das Cello und setzten den Bogen an.

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Südthüringer Zeitung
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