Heute besuchten der Vorsitzende der Thüringer SPD-Landtagsfraktion Matthias Hey und Thüringens Minister für Inneres und Kommunales, Dr. Holger Poppenhäger, die Gemeinde Gerstungen, in der seit März 2015 mehrere Wohnungseinbrüche verübt wurden und sich daraufhin eine Bürgerwehr aus Bürgern der Gemeinde gründete. „Für uns, die SPD, ist die innere Sicherheit in Thüringen Chefsache. Deshalb möchte ich mir heute zusammen mit unserem Innenminister ein Bild von der Situation und der Sicherheitslage vor Ort machen. Es kann nicht sein, dass die Einwohner glauben, Bürgerwehren gründen zu müssen, um sich selbst vor Einbrüchen zu schützen. Hier müssen wir bei den Leuten sein und zeigen, dass wir schützend an ihrer Seite stehen“, erklärte Hey kurz vor Beginn des Treffens.

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SPD-Fraktionschef und Innenminister tauschten sich bei ihrem Termin u.a. mit den Betroffenen der Wohnungseinbrüche, dem Bürgermeister der Gemeinde Werner Hartung, dem Leiter der Landespolizeidirektion Gotha, Günther Lierhammer und der Leiterin der Polizeiinspektion Eisenach Bianka Eschrich aus. „Die Vorfälle in Gerstungen der vergangenen Monate haben zu einer wahrnehmbaren Verunsicherung unter den Bürgerinnen und Bürgern und insbesondere bei den Betroffenen geführt. Das ist verständlich, denn wer möchte schon, dass Fremde in das eigene Heim, in die intimste Privatsphäre eindringen und sich am eigenen Hab und Gut bereichern“, so der SPD-Fraktionschef.

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Hey merkt jedoch an: „In unseren Gesprächen heute ist deutlich geworden, dass es in verschiedenen Orten und Gemeinden in Thüringen in unregelmäßigen Abständen immer mal zu einer Häufung von Einbrüchen kommt. Thüringen und insbesondere Gerstungen stellen hier im Vergleich zu anderen Ländern und Gemeinden kein Schwerpunktgebiet dar. Ich bin dennoch froh, dass die zuständige Polizeidienststelle ihre volle Aufmerksamkeit dem Thema widmet, das Gespräch zur Gemeinde sucht und sich um besondere Sensibilität mit den Betroffenen bemüht. Es muss uns gelingen, durch einen intensiven Dialog zwischen Gemeinde, Politik und Behörden das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die öffentliche Sicherheit so zu stärken, dass es nicht länger notwendig erscheint, sich mit der Gründung von Bürgerwehren selbst schützen zu müssen. Einen gewissen Grad an sozialer Umsicht halte ich aber grundsätzlich für nicht verkehrt und angebracht“, betonte der SPD-Fraktionschef nach dem Gespräch mit den Akteuren vor Ort.

Elisabeth Lier
Pressesprecherin

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