Im Jahr 2013 wurde durch den Kreistag der Startschuss zur Erstellung eines auf die Zukunft ausgerichteten öffentlichen Nahverkehr gegeben. Dies war zum einem notwendig aufgrund der Verpflichtung zur Vergabe neuer Buslinienkonzessionen und weiterhin sollte die bisherige Organisation des Busverkehrs unter den derzeitigen Bedingungen der ländlichen Struktur im Wartburgkreis überprüft werden.

Es sind 4 Arbeitsgruppen eingerichtet worden. Durch Antrag der Fraktion SPD-GRÜNE-LAD wurde außerdem noch ein Fahrgastbeirat gebildet. 2017 ist dieses Konzept mit Namen “ Entwicklung eines zukunftsfähigen ÖPNV in der Wartburgregion“ auf Empfehlung von Landrat Krebs und seiner Mitstreiter mehrheitlich vom Kreistag beschlossen worden.

Was ist das Ergebnis?

Heute muss man leider konstatieren, dass neben viel Aufwand in personeller und vor allem finanzieller Hinsicht kaum ein auf die Zukunft des Wartburgkreises ausgerichteter Personennahverkehr entwickelt wurde. Für das Konzept hat der Landkreis mehrere 100 Tausend Euro ausgegeben. Es wurde u.a. auch eine teure Exkursion in einen weit entfernten Landkreis organisiert, obwohl man hätte gar nicht so weit über den Gartenzaun schauen müssen. Andere Landkreise der Region sind da bedeutend weiter.

Von Anfang an war klar, dass 80 Prozent des Personennahverkehrs durch den Schülerverkehr, also an Öffnungs- und Schließzeiten der Schulen, vorgegeben sind. Nur die restlichen 20 Prozent des Busverkehrs konnten tatsächlich innovativ neu gestaltet werden.

Es muss festgestellt werden, dass der Wartburgkreis die Zeit für die Organisation eines auf die Zukunft gerichteten öffentlichen Nahverkehr völlig verschlafen hat. Der Großteil unserer Menschen lebt auf dem Land mit all den damit verbundenen Problemen in den Versorgungen des täglichen Lebens. Für diejenigen hat das neue und sehr teure Konzept überhaupt nichts gebracht.

SPD Wartburgkreis
Jürgen Holland-Nell

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