Bad Hersfeld – Creuzburg. Umweltpolitiker der SPD-Landtagsfraktion besuchten im Rahmen ihrer Sommertour den größten Buchenholzabnehmer von HessenForst, die Firma „Pollmeier“. Diese betreibt gleich hinter der hessisch-thüringischen Grenze, in Creuzburg, ein weltweit einzigartiges Säge- und Weiterverarbeitungswerk. So verarbeitet das Werk Buchenholz zu Funierschichtholz, das in Konkurrenz zu Nadelholzleimbindern treten kann. Bein einem um ein gutes Drittel höherem Gewicht trägt diese weltweit einmalige Verbindetechnik das gut dreifache der bisherigen Trägertechnik.


Im Werk „Pollmeier“ in Creuzburg (v.l.), MdL Torsten Warnecke, Geschäftsführender Gesellschafter der „Pollmeier Unternehmensgruppe“ Ralf Pollmeier, MdL Heinz Lotz, Public Relations & Marketing „Pollmeier“ Jan Hassan

Grundlage für die erfolgreiche Stellung der Firma „Pollmeier“ am Markt ist die hinreichende Belieferung mit Buchenholz. So kauft „Pollmeier“ jährlich 180.000 Kubikmeter von HessenForst. Damit ist „Pollmeier“ der größte Abnehmer von HessenForst.
Geschäftsführer Ralf Pollmeier und die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Lotz und Torsten Warnecke bekannten sich in dem Gespräch klar zum Gemeinschaftsforst. „Es gibt keine Alternative zu HessenForst als Holzlieferant. HessenForst gewährleistet, dass auch kleine Privatwälder ordentlich bewirtschaftet werden. Wenn wir nachwachsende Rohstoffe nutzen wollen, muss uns auch die Bewirtschaftung des privaten Waldes etwas wert sein“, sagte Ralf Pollmeier.
Der waldpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Heinz Lotz betrachtet die Entwicklung im hessischen Staatswald mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von HessenForst eine hervorragende und wichtige Arbeit. „Wenn sich aber auf der anderen Seite HessenForst zukünftig von dem Einheitsforstamt verabschieden will oder muss, stehen wir in Hessen vor einem ersthaften Problem. Das Umweltministerium nimmt das zu sehr auf die leichte Schulter. Das fängt schon beim geplanten Personalabbau bei HessenForst an“, so Lotz.
Der Abgeordnete aus Hersfeld-Rotenburg, Torsten Warnecke befürchtet, dass unausgesprochenes Ziel sei, „die kleinen Waldbesitzer mit überproportionalen Kosten am Ende zum Verkauf ihrer Flächen zu drängen. Die Alternative ist, die kleinen Flächen selber nach Gutdünken zu bewirtschaften. Oder aber große Privatwaldbesitzer suchen sich attraktiveren Flächen der kleineren Walsbesitzer aus, de unattraktieveren sind dann für den HessenForst. Keine gute Vorgabe der CDU-geführten Landesregierung.“

SPD-Unterbezirk Hersfeld-Rotenburg
Torsten Warnecke, MdL Hessen

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