Unter dem Motto: „Auf ein Wort mit dem Landratskanditen“ trafen wir uns am 05. April in Merkers. Hauptthema des Abends war die Situation zur Bundesstraße B62 und die Streichung der so dringend notwendigen und seit über 20 Jahren geforderten Ortsumgehung aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030. Die Bürger sind zu Recht wütend und fühlen sich im Stich gelassen. Ich kenne zwar grob die Problematik der Ortsdurchfahrung in Merkers und den aktuellen Diskussionstand aus der öffentlichen Berichterstattung. Doch was auf gedrucktem Papier in Zahlen und Gutachten steht, vermittelt nicht einmal ansatzweise die realen Zustände vor Ort.


Blick in die Gesprächsrunde im Jugendtreff Merkers

Ich war heute daher sehr erschüttert und erschrocken, wie unerträglich die Zustände tatsächlich sind. In einer gemeinsamen Begehung konnte ich die Leiden der Anwohner hautnah miterleben. Es macht einen enormen Unterschied, ob man in einem Fahrzeug durch Merkers fährt und sich über Engstellen und dichten Verkehr ärgert, oder ob man es als Fußgänger live den Verkehr erlebt…unbeschreiblich…laut…stickig…verdammt gefährlich! Enge, teilweise kaum begehbare Bürgersteige, dazu LKW an LKW nur wenige Zentimeter vom Gehsteig entfernt. Direkt an der Straße mit diesen Umständen leben zu müssen, eigentlich kaum nachvollziehbar.

Hinzu kommt, die B62 ist die Lebensader im Südkreis, nicht für die Menschen, sondern auch für die Wirtschaft. Sie ist wichtig und wird entsprechend ertüchtigt und ausgebaut, nur eben nicht in Merkers! Absolut nicht nachvollziehbar.

Man darf die Menschen vor Ort nicht allein mit ihren Problem lassen, ich habe meine Hilfe und Unterstützung zugesagt.

Vielen Dank für die offene und sehr freundliche Begegnung. Ich komme in jedem Fall wieder.
Stefan Fricke

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