SPD-Kreisvorstandsmitglied Jürgen Holland-Nell zum jüngsten Kommentar des Landrats zur Gebietsreform

„Mit markigen Worten hat Landrat Reinhard Krebs (CDU) gegen die Landesregierung gekeilt. „Es kreißt der Berg und gebiert eine Maus!“

Dies Reden ist sinnbildlich für die mangelnde Selbstreflexion von Herrn Krebs, der im Glashaus sitzend nicht merkt, wie sehr dieser Satz auf sein Desaster paßt, dass er mit dem Öffentlichen Personennahverkehr im Wartburgkreis angerichtet hat:
Das Versprechen, die privaten Busunternehmer in die neue Struktur einzubeziehen, steht auf der Kippe. Mehrere Juristen haben in Gutachten seine Konstruktion der Anstalt öffentlichen Rechts in der Luft zerpflückt. Das Landesverwaltungsamt als Rechtsaufsichtsbehörde hat sie abgelehnt und damit eine schallende Ohrfeige verteilt. Die Personalie an der Spitze, die die AöR leiten soll, steht wegen Ämterhäufung in Kritik, da sich deren Aufgaben teils widersprechen und unvereinbar miteinander sind. Und selbst der CDU-Bürgermeister Erik Thürmer kritisierte im Kreistag, dass über ein Jahr lang eben nicht über einen besseren ÖPNV debattiert wurde sondern nur, wie man jenem Verwaltungsmitarbeiter sein kleines Königreich bauen kann. Für all das hat die Kreisverwaltung eine halbe Million Euro ausgegeben. Das entspricht einem halben Prozent Kreisumlage, die sich die Kommunen als Ausgabe an den Kreis hätten sparen können. Nun droht alles in Scherben zu liegen. Ja: „Es kreißt der Berg und gebiert eine Maus!“

Vor diesem Hintergrund sollte Landrat Reinhard Krebs noch mal in sich gehen und sich überlegen, ob er der Richtige ist, der auf andere mit dem parteipolitischen Finger zeigen sollte. Er hat leider zum wiederholten Male bewiesen, dass er nicht in der Lage ist, in seinem Amt mit Gesamtverantwortung für den Wartburgkreis Parteipolitik hintenanzustellen. Stattdessen gefällt er sich in der Funktion des Generalsekretärs der CDU. Nur dass er diese nicht innehat. Deshalb muss man Reinhard Krebs leider absprechen, den Anspruch vertreten zu können, als unser aller Landrat für unsere Region sprechen zu wollen. Wer am laufenden Band sein Amt für die Wahlkampfzwecke der CDU instrumentalisiert, wo er sich möglichst neutral verhalten sollte, disqualifiziert sich damit selbst.“

SPD Wartburgkreis
Jürgen Holland-Nell

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