Eisenach. Die SPD-Kreisvorstände Eisenach und Wartburgkreis bezweifeln die ernsthaften Fusionsabsichten von Landrat und Oberbürgermeisterin nach den jüngst angekündigten Beschlüssen im Kreistag.

Heidrun Sachse - SPD Kreisvorsitzende Eisenach

Heidrun Sachse – SPD Kreisvorsitzende Eisenach

In der nächsten Woche wird der Kreistag des Wartburgkreises aller Voraussicht nach die Gebühren für die Schülerinnen und Schüler sowie die Honorare für die freien Lehrkräfte an der Kreismusikschule erhöhen – ein Schritt, der offensichtlich nicht mit der Eisenacher Musikschule abgestimmt wurde.

Die SPD-Kreisvorstände im Wartburgkreis und in Eisenach sehen dies als Beleg dafür an, dass die Fusionsbemühungen von Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Landrat Reinhard Krebs sowohl bei der Musikschule als auch der Volkshochschule nie ernsthaft besprochen wurden.

„Landrat Krebs betont gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Wolf unablässig, wie eng die Verflechtungen zwischen beiden Kreisstrukturen seien und wie weit vorangeschritten die Bemühungen bzw. Vorbereitungen für eine Rückkreisung der Stadt bereits sind.
Dem Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) wird dann vorgeworfen, er dürfe doch diese funktionierenden Strukturen und die erfolgten Bemühungen nicht

Jürgen Holland-Nell - SPD Kreisvorsitzender Wartburgkreis

Jürgen Holland-Nell – SPD Kreisvorsitzender Wartburgkreis

zerstören. Und das, obwohl es keinerlei messbare Erfolge gibt.“ so die beiden Kreisvorsitzenden Heidrun Sachse und Jürgen Holland-Nell.
„Landrat und Oberbürgermeisterin müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie nicht konsequent bei diesen aktuellen Aufgaben so zusammenarbeiten, wie sie es der Öffentlichkeit vorspielen. Die Gebühren- und Honorarerhöhung, die nun im

Wartburgkreis ansteht, hat es in Eisenach bereits gegeben. Warum macht Landrat Krebs hier Alleingänge statt den gemeinsamen Weg der Reform zu gehen. Das ist wenig glaubhaft.“

 

Landrat Krebs hatte selbst vor dem Kreistag berichtet, dass seit Verhandlungsbeginn mit der Stadt Eisenach vor bald vier Jahren beispielsweise im Jahr 2014 überhaupt kein Gespräch stattgefunden hat. Holland-Nell erinnert auch daran, dass zu Verhandlungsbeginn dem Landrat von der SPD im Kreistag abgefordert worden sei, sich einem Zeitlimit zu unterziehen. Krebs weigerte sich. „Warum? Das ist nun völlig offensichtlich!“

SPD Wartburgkreis
Maik Klotzbach

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