Foto: Colourbox.de

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Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion aus SPD, Grünen und LAD (Liste für alternative Demokratie) im Kreistag, Ulrich Weldner, zur Debatte um die Zukunft der Schulhorte in Thüringen.

(SPD/Wartburgkreis) Aktuell wird nach etlichen Jahren des „Erprobungsmodells Hort“ auf Landesebene gestritten, wie es nun weiter gehen soll.

„Noch nie hatten wir so viele Möglichkeiten wie heute.“ stellt Ulrich Weldner fest, nicht nur Fraktionschef im Kreistag, sondern zudem Mitglied im Schulausschuss und einer, der weiß, wovon er spricht.
„Das Modell hat sich bewährt. Flächendeckend gibt es positive Rückmeldungen und wird es gut im Land angenommen.“ Der Weg zum Personal sei kurz und laufe nicht umständlich über das Ministerium oder die Schumämter. Das Problem liege aber gleich daneben: Bei der Finanzierung eben dieses Personals.

Statt der ursprünglich angesetzten Summe bräuchten die Kommunen nun 120 Mio. €, um das Modell in Eigenregie fortführen zu können. Würde das Land wieder die Kontrolle übernehmen, ist zu befürchten, dass die Gestaltungsspielräume wieder schrumpfen.

Zunächst wollte die Landesregierung das Hortmodell bis 2018 fortführen. Nun wird im Kabinett die Entscheidung noch vor Weihnachten erwartet.

„Viele über das Modell Beschäftigten haben keine entsprechende Ausbildung“ sorgt sich Weldner um deren Zukunft. „Die Aufgabe besteht darin, einen Kompromiss zu finden, damit die Horte wieder von den Kommunen betrieben werden können – aber finanziell auskömmlich vom Land unterstützt.“ Weldner schlägt eine Staffelung der Zahlungen von Land an die Gemeinden oder ähnliche Modelle vor.
Die Gestaltungsmöglichkeitenvor Ort müssten bleiben, meint er. Der Schulträger in Form des Wartburgkreises könne die Aufgaben viel flexibler handhaben als wenn die Zuständigkeit beim Land läge.

„Die aktuellen Bedingungen des Hortmodells haben zu einer qualitativ sehr verbesserten Situation geführt. Hier hat man mal etwas richtig gemacht für die Kinder. Es wäre völlig unverständlich, aus bürokratischen Gründen dies wieder zunichte zu machen.“ bilanziert Weldner.

SPD Wartburgkreis
Maik Klotzbach

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