Matthias Kehr und Maik Klotzbach

4 Einbrüche vom 23. bis 29 Mai. Insgesamt 8 im ersten Halbjahr für Gerstungen und Berka/Werra. Das schreckte die Bürger auf. Das Sicherheitsgefühl verloren gründeten viele eine „Bürgerwehr“ mit hohem Zuspruch. Am Mittwoch (10.06.) ludt die Thüringer Allgemeine zu einer Podiumsdiskussion mit Bürgerfragerunde in den Schlosshof Gerstungens. Auf dem Podium saßen neben den Moderatorinnen Katja Schmidtberger (TA) und Sandra Blume (Pressestelle Landratsamt) der Bürgermeister von Berka/Werra Rene Weißheit und sein Amtskollege aus Gerstungen Werner Hartung. Desweiteren Raimond Walk als CDU-Landtagsabgeordneter mit beruflicher Erfahrung im Polizeidienst und Bianca Eschrich als Leiterin der Eisenacher Polizeiinspekton. Abgerundet wurde diese Riege durch den Sprecher der Bürgerwehr Herrn Grope und den Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs.

Die SPD war im Publikum neben einigen ortsansässigen Mitgliedern auch mit 2 Kreisvorstandsmitliedern vertreten. Einer davon Maik Klotzbach, zugleich Vorsitzender der Jusos Eisenach-Wartburgkreis. Wie diese hörte sich auch der SPD-Ortsbürgermeister Matthias Kehr, beruflich zudem Kriminaler, aufmerksam die Redebeiträge an.

Bedenken gab es nicht nur von Seiten der Opfer der Einbrüche. „Bürgerwehr“: Der Begriff stellt quasi das staatliche Gewaltmonopol infrage und weckt Sorgen beim ersten Hören an die rechte Ecke, an eine Vermischung von Straftaten mit der Existenz der Asylbewerberunterkunft bis gar hin zu „nationalbefreiten Zonen“.

Diese Bedenken wurden auch von der behördlichen Seite deutlich geäußert. Die betroffenen Opfer als auch Mitglieder der „Bürgerinitiative“ machten jedoch einen sachlichen Eindruck und wiesen solche Zusammenhänge eindeutig von sich.

Erleichtert gingen beide Seiten aufeinander zu und fanden konkrete Ansätze, wie sie in Zukunft das Sicherheitsbedürfnis der Ortsansässigen wieder verbessern könnten.

Frau Eschrich bot Präventionsprogramme an, die auch vor Ort abgehalten werden könnten. Landrat Krebs offerierte einen Runden Tisch nach dem Vorbild anderer Kommunen, in denen Flüchtlinge untergebracht sind.

Matthias Kehr, beruflich auch firm in dem Thema aber Gast und nicht Podiumsteilnehmer, machte den besten Vorschlag: Das verständliche Ansinnen der Einwohner nach Sicherheit, welches sie auch mit eigenem Engagement aufrechtzuerhalten bereit sind, könne nach bestehenden Vorbildern in eine Art Sicherheitspartnerschaft überführt werden. Das Gewaltmonopol des Staates bleibe gewahrt. Die Bürger müßten rechtliche Beratung erfahren, was sie dürfen und was nicht und wie sie am effektivsten mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten.

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„Wenn man sich noch darauf einigen könnte, den mißverständlichen Namen „Bürgerwehr“ in etwas besser Formuliertes umzubenennen, dann wäre auch dieser Schönheitsfleck ausgewetzt.“, fügte Maik Klotzbach hinzu.

SPD Wartburgkreis

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