Der Élysée-Vertrag vom 22. Januar 1963 über die deutsch-französische Zusammenarbeit ist bis heute etwas Besonderes in den internationalen Beziehungen. Er hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer „Erbfeindschaft“ und verlustreichen Kriegen zusammengeführt. Am 5. Juli 1963 folgte das Gründungsabkommen für das Deutsch-Französische Jugendwerk. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Städtepartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen. Thüringen zählt allein 82 Städtepartnerschaften, 63 Schulpartnerschaften und 110 Kooperationen zwischen Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen mit französischen Partnereinrichtungen. Es bestehen enge wirtschaftliche Verflechtungen. Vor allem kulturelle Projekte prägen die lebendige Partnerschaft mit der französischen Region Picardie, die im Jahr 2016 in die neue Region Hauts-de-France aufgegangen ist. Gotha pflegt bereits seit dem Jahr 1960 eine lebendige Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Romilly-sur-Seine. Gute deutsch-französische Beziehungen sind ein Wert an sich. Sie sind zugleich Auftrag für Gegenwart und Zukunft in Europa. Sie waren entscheidend für den europäischen Integrationsprozess nach dem 2. Weltkrieg und sind entscheidend für seinen zukünftigen Weg in einer zunehmend globalisierten Welt. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am 26. September 2017 eine Neubegründung der Europäischen Union, eine neue Partnerschaft mit Deutschland und einen neuen Deutsch-Französischen Vertrag vorgeschlagen. Wie wird Deutschland reagieren? Prof. Dr. Henri Ménudier ist seit 1988 Professor an der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle und gilt international als ausgewiesener Kenner der politischen Entwicklung in Deutschland und Frankreich, der deutsch-französischen Beziehungen und der Europäischen Einigung. Davon zeugen seine Gastprofessuren, eine umfangreiche Vortragstätigkeit sowie zahlreiche Veröffentlichungen. Der Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Knut Kreuch, wird ein Grußwort halten.

55 Jahre Élysée-Vertrag Deutschland, Frankreich und die Zukunft Europas

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Henri Ménudier, Université Paris III – Sorbonne Nouvelle, Paris

Veranstalter: Freistaat Thüringen – Europäisches Informations-Zentrum, in Kooperation mit dem Förderverein Gothaer Tivoli e.V.

25. Januar 2018, 17:00 Uhr, Tivoli, Historischer Saal, Am Tivoli 3, Gotha

Eintritt frei

 

Wir, der Tivoli-Vorstand, blicken auf ein anstrengendes, aber auch erfolgreiches Jahr 2017 zurück. 51 Veranstaltungen fanden in der traditionsreichen Gedenkstätte der Arbeiterbewegung, des Ortes des Vereinigungsparteitages von 1875, statt. Wie in den Vorjahren (2015 = 35 Veranstaltungen, 2016 = 39 Veranstaltungen) haben wir das Haus mit Leben gefüllt. Ob mit Diskussionsrunden, mit hochkarätigen Vorträgen, mit Musik und Ausstellungen, mit der Verleihung des Wilhelm-Bock-Preises an Dr. Valentin Inzko – all dies trug dazu bei, dass die Gothaer Bürgerinnen und Bürger, die Gäste aus nah und fern, aber auch die Mitglieder unserer Partei diesen historischen und lebendigen Ort schätzen lernten und immer wieder gern unsere vielfältigen Angebote annahmen. Diese Wertschätzung ermutigte uns – auch in schwierigem finanziellen Fahrwasser und unter Einsatz eigener finanzieller und personeller Ressourcen – weiterzumachen.

Wenn Ihr, liebe Mitglieder der SPD, die Arbeit des Vorstands/des Vereins, die wir ausschließlich für andere leisten, unterstützen wollen, freuen wir uns nicht nur über eine personelle Verstärkung bei unseren Veranstaltungen, sondern auch über monetäre Unterstützung. Spenden sind herzlich willkommen (Vereinskonto: Förderverein Gothaer Tivoli e.V. Kreissparkasse Gotha – IBAN: DE 12 82 05 20 20 07 50 03 71 64) und – so deutlich will ich es formulieren – überlebensnotwendig. Eine Spendenbescheinigung erhaltet Ihr selbstverständlich (bitte Adresse auf Überweisung angeben) zugesandt.

Auch wenn uns Sorgen umtreiben, haben wir Projekte für die Zukunft geplant. Die Einladung zu unserer ersten Veranstaltung „55 Jahre Elysee-Vertrag“, eine Kooperation mit dem Europäischen Informationszentrum in der Thüringer Staatskanzlei, ist meinem Schreiben beigefügt. Ich würde mich freuen, wenn Ihr Zeit hättet. Außerdem informiere ich Euch über das erste Halbjahr. Dort könnte Ihr sehen, dass das Tivoli zwar von einem parteiunabhängigen Verein getragen wird, es aber darüber hinaus Heimstatt unserer Sozialdemokratie ist. Daneben führen wir viele Veranstaltungen durch, die ein breites Publikum ansprechen. Wir würden uns freuen, wenn wir Euch zu der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen könnten. Kommt zu uns. Ihr kommt mit vielen Menschen in Kontakt, die sich aufgeschlossen, interessiert und kritisch mit den Fragen aus der Geschichte, aber auch der Gegenwart und Zukunft beschäftigen. Wir laden Euch dazu ein. Denn dies ist für uns als Vorstand Arbeit an der so genannten „Basis“; eine (Partei-)Arbeit die vielfach eingefordert wird und die wir leben. Doch unsere Vorstellungen könnten wir nicht verwirklichen, wenn wir nicht langjährige, zuverlässige Kooperationspartner hätten. Das sind befreundete Vereine in Gotha und in Thüringen, das ist die Friedrich-Ebert-Stiftung , das ist die Landeszentrale für politische Bildung, das sind die Gewerkschaften oder auch die Schulen. Ihnen gilt auch unser Dankeschön. Und nicht zuletzt Euch allen!

Mit freundlichen Grüßen und bis bald im Tivoli
Eure

Marlies Mikolajczak
Vorsitzende Förderverein Gothaer Tivoli e.V.

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