Im 19. Jh. begannen sich sowohl Jüdinnen und Juden wie auch die Arbeiterschaft zu emanzipieren. Sozial, kulturell und politisch benachteiligt durch die herrschenden Verhältnisse und deren politischen Repräsentanten war es für viele Jüdinnen und Juden naheliegend, sich in der entstehenden Arbeiterbewegung zu organisieren.

Das gemeinsame Emanzipationsbestreben bezog sich auf eine Gesellschaftsveränderung, die eine neue Sozialordnung ebenso umfasste wie eine gleichberechtigte Teilhabe an der politischen Entscheidungsbildung. Der überwiegende Teil der Arbeiterbewegung war dabei Bündnispartner im Kampf gegen den sich verstärkenden Antisemitismus.

Die Ausstellung umfasst Biografien von PolitikerInnen mit jüdischen Wurzeln, die in Thüringen wirkten. Dabei werden die Vielfalt ihres Engagements und die Probleme, vor denen sie standen, deutlich.

Eine Ausstellung von Arbeit und Leben in Thüringen in der Gedenkstätte “Goldener Löwe”, Marienstraße 57 in 99817 Eisenach

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